MARCEL GISLER, geboren 1960 in Altstätten (CH), lebt seit 1981 in Berlin. Sein jüngstes Werk ROSIE ist - nach dem gefeierten Frühwerk von TAGEDIEBE, SCHLAFLOSE NÄCHTE, DIE BLAUE STUNDE und F. EST UN SALAUD, das Leoparden, Max-Ophüls-Preise und Schweizer Filmpreise errang - sein fünfter Kinospielfilm. Zum ersten Mal hat er hier auschließlich mit Schauspielerinnen und Schauspielern Schweizer Herkunft gedreht, die seit langem auf deutschsprachigen Bühnen stehen: Sibylle Brunner (75) zuletzt am Staatstheater Hannover, Fabian Krüger (42) seit 2009 am Burgtheater Wien und Judith Hofman (46) seit 2009 am Deutschen Theater Berlin. Über ROSIE erzählt Gisler: "Zum ersten Mal habe ich mich filmisch mit meiner Familie auseinandergesetzt - eine Kleinfamilie mit zwei Kindern, einer Tochter, einem Sohn, der Vater Profiboxer und früh verstorben, die Mutter vereinsamt. In diesem autobiographischen Rahmen habe ich mich frei bewegt, da ich nicht vorhatte, meine Familiengeschichte wahrheitsgetreu nachzuerzähle. Einzig bei der Rosie-Figur habe ich mich um größtmögliche Authentizität bemüht; sie ist so genau wie möglich nach dem Vorbild meiner Mutter gezeichnet, die vor zehn Jahren gestorben ist. Der Film ist eine Hommage an sie!"